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Modell der Streckenverläufe des Bergwerks General Blumenthal

„Die Urne wurde wahrscheinlich 1938 bei Ausschachtungen in einem Neubaugebiet südlich der Altstadt Recklinghausen (Milchpfad) gefunden. Finder unbekannt.“ So heißt es in dem offiziellen Gutachten zu der eisenzeitlichen Urne. Grundlage für diesen Eintrag ist eine Veröffentlichung von Stadtarchivar Dr. Heinrich Pennings aus dem Jahr 1938. Demnach wurden „etwa 70 Meter südlich des alten evangelischen Friedhofes (…) im Mai 1938 bei Ausschachtungsarbeiten drei Urnen und ein Beigefäß gefunden, die der sogenannten Urnenfelderstufe und mithin der Zeit um 800 vor Christus angehören dürften.“ Auch die Beschädigungen am oberen Rand der Urne lässt sich demnach durch den Fundort erklären: „Da die Fundstätte im alten Gartenland lag und die Urnen unmittelbar unter der Humusschicht saßen, so ist der obere Rand schon früher durch Spaten und Hacke zerstört und vernichtet worden.“ (in: Vestische Zeitschrift, 1938, S. 62) Noch heute sind die „Aschen- und Knochenreste“, die in den Urnen gefunden wurden, in diesem Exponat erhalten.

Der heutige Eigentümer der Urne ist Anwohner im Paulusviertel. Er erzählt eine abweichende Geschichte. Demnach hat dessen Großvater die Urne bereits um 1900 in Recklinghausen gefunden. Als Inhaber eines Tiefbauunternehmens war der Großvater an den Ausschachtungen des Hafens in Recklinghausen Süd und dem Rhein-Herne-Kanal beteiligt, wobei die Urne zusammen mit Knochenfunden eines Mammuts entdeckt wurde. Teile des Fossilienfundes befinden sich heute ebenfalls im Besitz des Eigentümers dieser Urne. Der genaue Fundort lässt sich heute nicht mehr genau rekonstruieren. Die Familiengeschichte erzählt, dass der Großvater des Eigentümers im Jahr 1903 Beisitzer der Stiftung „Rettet den deutschen Wald“ gewesen und zu diesem Zweck nach Berlin gereist sei. Bei dieser Gelegenheit habe der letzte deutsche Kaiser (Kaiser Wilhelm II.) die Urne sowie die Fossilienfunde dem Großvater geschenkt. Ein weiterer Teil der Ausgrabungen wurde dem Eigentümer zufolge an das Heimatmuseum in Gelsenkirchen gegeben, das im Krieg zerstört worden ist. 

Mit dem Urnenfund ist eine persönliche Familiengeschichte verbunden. Nicht immer decken sich die Erzählungen zu den Objekten mit den Erkenntnissen, die Museumsfachleute zu den Objekten aufnehmen. In dieser Ausstellung geht es um die individuellen Erlebnisse, die mit den Exponaten verbunden sind. Gleichzeitig lässt sich an den Exponaten die Geschichte des Viertels von der frühen Eisenzeit bis in die Gegenwart erzählen. Die Urne ist Zeugnis erster Siedler in der Region und zeigt, dass schon vor mehr als 2800 Menschen in diesem Gebiet ansässig waren.